Kaskadenforum - diskutieren und kritisieren.
#1

Rezensionen von "Kaskaden"

in Rezensionen 03.02.2010 11:45
von fictionality • 20 Beiträge

Hier bitte nur Rezensionen zu unseren älteren Ausgaben posten, von denen einige als kostenloses PDF zur Verfügung stehen (werden).


zuletzt bearbeitet 03.02.2010 14:58 | nach oben springen

#2

RE: Rezensionen von "Kaskaden"

in Rezensionen 13.08.2011 09:35
von fictionality • 20 Beiträge

"... zu der zeitschrift. ich muss jetzt mal wirklich ein großes lob aussprechen. heute morgen hielt ich die erste ausgabe in den händen und war über die vielfalt an verschiedenen texten u. bildern sowie die schöne und zugleich schlichte aufmachung wirklich erstaunt. auch ist es inspirativ wertvoll für mich und ich denke auch für andere welche in dieser zeitschrift lesen und in ihr stöbern. habe schon ein paar texte gefunden die mich gar nicht mehr loslassen ..." (Isabel Gomes in ihrem Blog zu "Kaskaden 1")


Leben heißt lernen.

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#3

RE: Rezensionen von "Kaskaden"

in Rezensionen 31.05.2013 12:21
von fictionality • 20 Beiträge

Hier eine schöne Rezension vom Tentakel-Magazin:

"Lyrikmagazin mit Wasserkraft
„Kaskaden“: Print- und Onlineausgabe(n)

Im letzten Jahr erschien die zweite Printausgabe des Lyrikmagazins „Kaskaden“, ein Magazin, das nur im einjährigen Turnus zu haben ist. Bis die nächste Ausgabe erscheint, sollen einige Appetithäppchen aus Ausgabe 2 die Zeit verkürzen, eine Ausgabe, die als interessante Mischung aus bildhafter Poetry und Underground, Nachtclub und Sommerhitze daherkommt.

Nacht und Zeit

Dass die Nacht als Gegenseite des als spießig empfundenen Alltags ein beliebtes Hintergrundmotiv nicht nur für Biertrinker abgibt, wissen Lyrikfans seit jeher. Abends „im Club kriecht der Bass ... tief, lässt Dreck zurück unter den Fingernägeln“, weiß Leander Beil (S. 45) zu berichten, und „am Morgen wird getrauert um die silbrige Hautschicht, die uns nachts manchmal vereint (S. 46). Aber nicht nur um nächtliche und andere Ausschweifungen, die zugleich Verrisse unserer Gewohnheiten sind, geht es in der Ausgabe, sondern oft ganz allgemein um die ungeliebte Gegenwart. So beschaut Volly Tanner die Gewürzschatulle „auf dem Wandbord unserer Zeit“ (S. 85):

„In der Gewürzschatulle
Auf dem Wandbord in Zimmer 23
Des Chelsea liegt ein Fixerbesteck
Und die Noten eines wunderbaren Liedes
Nancy wollte auch irgendwann einmal einen Hit landen
Tot landete sie wenigstens
Auf der Titelseite der
New York Open Press“.

Die lyrischen Kaskaden der AutorInnen drängen sich zumeist durchs urbane Leben, aber es gibt auch Landschaftsbetrachtungen, z.B. die von Dieter P. Meier-Lenz:

„Am Donnerstag wurde ein Segelboot abgetrieben. Die katholische Kirche hat gegen den Urheber Strafantrag gestellt. Danach wurde Gott die Lizenz entzogen, Wind zu erzeugen“ (aus „Abtreibung“, S. 24).

Kaskaden sind stufenförmige Wasserfälle, und genauso vielfältig, alltagsresistent und wortreich präsentiert sich das 96-seitige Magazin, das neben literarischen Beiträgen versehen ist mit Malereien und Grafiken. Die von Sven Klöpping herausgegebene Lyrikzeitschrift ist im Netz mit geringem Aufwand bestellbar."


Leben heißt lernen.

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